
Abseits gesicherter Pisten beginnt eine ganz andere Welt, in der Wissen und Erfahrung über die eigene Sicherheit im alpinen Gelände entscheiden. Dieser zweitägige Lawinenkurs vermittelt die Grundlagen für sicheres Skitourengehen. Im Mittelpunkt stehen Tourenplanung, Lawinenbeurteilung, Lawinenrettung sowie Basiswissen zur Skitourentechnik. Theorie und Praxis greifen dabei nahtlos ineinander, wodurch Inhalte nicht nur erklärt, sondern direkt im Gelände angewendet werden können.
Unseren Stützpunkt bildet das Edmund-Probst-Haus auf 1.927 Metern Höhe. Bereits am ersten Tag beginnt die Ausbildung mit der Analyse des aktuellen Lawinenlageberichts und des Wetters. Im Gelände folgen Einweisung und Training mit dem LVS-Gerät. Geländeformen, Abfahrtsstrategie und Spuranlage verknüpfen wir unmittelbar mit der aktuellen Lawinensituation, um eine realistische Risikobewertung zu erhalten.
Am zweiten Tag vertiefen wir diese Inhalte: Eine detaillierte Schneedeckenuntersuchung, das Beurteilen verschiedener Hänge und die Entwicklung sinnvoller Sicherheitsstrategien stehen im Fokus. Auch das Verhalten im Notfall üben wir intensiv durch die Anwendung der bewährten GKMR-Methode: Gefahren erkennen, Konsequenzen abschätzen, Maßnahmen überlegen und Risiken bewerten. Ziel ist es, nicht nur neues Wissen zu sammeln, sondern praktische Handlungssicherheit über den Zeitraum des Intensivkurses hinaus zu entwickeln.
Der Lawinenkurs im Allgäu richtet sich an Skitourengeher, die fundierte Entscheidungen treffen und die eigene Sicherheit im alpinen Gelände erhöhen möchten. Kleine Gruppen mit maximal acht Teilnehmern ermöglichen eingehendes Lernen und individuelles Feedback durch einen unserer staatlich geprüften Berg- und Skiführer. Sicherheitsausrüstung wie LVS-Gerät, Schaufel und Sonde stellen wir ebenso wie eine Lawinenfibel zur Vertiefung der theoretischen Inhalte leihweise zur Verfügung.
Der Lawinenkurs mit der Alpinschule Oberstdorf richtet sich an Skitourengeher, die ihre Kenntnisse zur Lawinenbeurteilung und Tourenplanung vertiefen möchten. Besonders geeignet ist der Kurs für alle, die bisher überwiegend auf gesicherten Pisten unterwegs waren und nun planen, künftig eigenständig im Gelände unterwegs zu sein. Auch Tourengeher mit weniger Erfahrung profitieren von der strukturierten Schulung unseres staatlich geprüften Berg- und Skiführers. Der Fokus liegt auf den Grundlagen, der Entscheidungsfindung sowie der praktischen Anwendung im Gelände. Durch die geringe Gruppengröße ist die intensive Auseinandersetzung mit den Kursinhalten jederzeit gewährleistet. Wer bereit ist, sich mit Lawinenlagebericht, Schneedeckenanalyse und Risikobewertung zu befassen, trägt einen großen Teil zur eigenen Sicherheit bei und lernt, die Lage am Berg richtig einzuschätzen.
Während des Lawinenkurses stehen Tourenplanung, Lawinenbeurteilung und Lawinenrettung im Mittelpunkt. Die Ausbildung beginnt mit dem Lesen und Interpretieren des aktuellen Lawinenlageberichts sowie einer umfangreichen Wetteranalyse. Direkt im Gelände folgen Schulungen zur Spuranlage, Abfahrtsstrategie und Geländeinterpretation. Eine detaillierte Schneedeckenuntersuchung bringt den Teilnehmern den Aufbau sowie die daraus resultierende Stabilität der Schneeschichten näher. Zusätzlich trainieren wir den Umgang mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde intensiv, um im Ernstfall alles richtig zu machen. Theorie und Praxis greifen dabei direkt ineinander. Simulierte Suchübungen sowie Notfallszenarien gehören ebenso dazu wie die Anwendung der GKMR-Methode zur strukturierten Entscheidungsfindung.
Die GKMR-Methode steht für "Gefahren erkennen, Konsequenzen abschätzen, Maßnahmen überlegen und Risiken bewerten". Sie dient als strukturierte Entscheidungsgrundlage im Gelände. Im Rahmen des Lawinenkurses wenden wir diese Methode praxisnah an. Ziel ist es, systematisches Denken in Gefahrensituationen zu fördern, statt sich durch impulsive Handlungen selbst in noch größere Gefahr zu bringen. Unsere Teilnehmer lernen, Situationen objektiv zu analysieren, Alternativen zu entwickeln und Entscheidungen bewusst zu treffen. Besonders bei Lawinengefahr entscheidet strukturiertes Vorgehen über die Sicherheit der gesamten Gruppe. Die Methode hilft, Risiken realistisch einzuschätzen und Verantwortung für sich selbst sowie das restliche Team zu übernehmen.
Sicherheitsausrüstung wie LVS-Gerät, Schaufel und Sonde stellt die Alpinschule Oberstdorf für die Zeit des Lawinenkurses im Allgäu leihweise zur Verfügung. Eine Lawinenfibel unterstützt bei der Vertiefung theoretischer Kursinhalte. Die passende Skitourenausrüstung steht bei Bedarf gegen eine kleine Gebühr direkt an der Alpinschule für unsere Teilnehmer bereit. Die Anpassung erfolgt vor Kursbeginn im Büro der Alpinschule oder direkt am Kurstag. Für die Verpflegung während des Kurses empfehlen wir Müsliriegel, Trockenobst oder Fruchtschnitten sowie etwa einen Liter eines warmen Getränks in einer Thermosflasche. Bergbahnkosten sind nicht im Kurspreis enthalten, da viele Teilnehmer bereits eine Liftkarte besitzen.
Den Treffpunkt für den Lawinenkurs im Allgäu bildet die Alpinschule Oberstdorf. Unmittelbar nach der Materialausgabe fahren wir gemeinsam zur Nebelhornbahn und von dort aus weiter zur Station Höfatsblick. Direkt daneben befindet sich das Edmund-Probst-Haus, welches uns als Unterkunft dient. Am ersten Tag stehen Grundlagen und LVS-Training im Gelände im Vordergrund. Am darauffolgenden Tag machen wir uns mit der Schneedeckenanalyse, Hangbeurteilung und wichtigen Notfallübungen vertraut. Am Nachmittag kehren wir ins Tal zurück. Die Gruppengröße liegt zwischen fünf und acht Personen, was uns intensives Lernen sowie individuelle Hilfestellung ermöglicht.