
Ausdauer für Touren mit einer Gehzeit (echte Gehzeit ohne Pausen) bis zu 6 Std. und bis ca. 900 Höhenmeter im Aufstieg.
Steilere Abschnitte und längere gesicherte Passagen kommen vor. Das Stahlseil wird häufiger zur Fortbewegung genutzt. Eine gute Grundkondition, Schwindelfreiheit und etwas Kraft in Armen und Beinen sind erforderlich.
Im Sommer schlängelt sich die Alpspitz-Ferrata gut sichtbar durch die Nordflanke. Im Winter verändert sich ihr Charakter: Schneebedeckte Tritte und Wegspuren, scheinbar verschwundene Drahtseileversicherungen unter der weißen Decke und schon wird aus einem klassischen Klettersteig ein alpines Winterabenteuer – und exakt darin liegt der besondere Reiz unserer Tour durch die Alpspitz Ferrata im Winter.
Vom Osterfelderkopf führt uns der Zustieg zunächst noch vergleichsweise ruhig zum Einstieg der Ferrata. Dabei bleibt uns ausreichend Zeit, um uns mit Steigeisen und Pickel vertraut zu machen, bevor die ersten gesicherten Passagen unsere Konzentration erfordern. Eine steilere Felsstufe und eine Leiter geben uns einen ersten Eindruck davon, wie anders sich bekannte Klettersteige unter winterlichen Bedingungen anfühlen können. Weiter oben wechseln gesicherte Abschnitte mit Passagen, in denen Schnee und Eis die Linienführung bestimmen.
Unser staatlich geprüfter Bergführer begleitet die kleine Gruppe mit maximal vier Teilnehmern durch die Alpspitz Ferrata und gewährleistet zusätzliche Sicherheit, wenn die Bedingungen es erfordern. Trotzdem bleibt die Tour mit rund 650 Höhenmetern im Auf- und Abstieg und einer Dauer von etwa fünf bis sieben Stunden ein vollwertiger Bergtag.
Die Belohnung erwartet uns am Gipfel: Der weite Blick über Wettersteingebirge, Ammergauer Alpen und Karwendel. Die Alpspitz Ferrata im Winter zeigt damit eindrucksvoll, wie sehr Schnee und Eis einen vertrauten Steig verändern können. Deshalb eignet sich dieses Angebot der Alpinschule Oberstdorf besonders gut, um sich mit dem Bergsteigen im Winter vertraut zu machen.