Preis:
€ 315,- pro Person
Absicherung bei Reiserücktritt
Leistungen:
3 x HP
2 x Bus
1 x Bergbahn
- Bergführer
Gruppengröße:
6 bis 12 Personen
Treffpunkt:
14.00 Uhr Bahnhof Immenstadt
Kategorie: BC
Alpenüberquerung mit Mountain Skyver
In 3,5 Tagen und 60 Minuten über die Alpen, Wildspitze 3770m (höchster Berg Tirols) und Simmilaun 3606m
Mit dabei: die Schweizer Nationalmannschaft (Nordische Kombinierer) und für zwei Tage ein Psychologe.
Der erste Tag: Start am Montag um 11.30 800 Hm in 60 Min. Einkehr bei Gabi u. Martin Braxmair, Martin möchte am liebsten mit u. Ernst Wagner grinsst. Weitere 130 Hm, diesmal mit vollem Gepäck. Zum ersten Mal packen wir unsere Skyver aus und versuchen den schwierigen Singletrail zur Roßgumpenalpe zu fahren. Ab der Alpe über die Forststraße nach Holzgau. Kurze Pause und dann mit dem Bus in die Madau bzw. zur Talstation der Materialbahn. Nur mit Trinkbeutel und Stöcken geht es in 1,20 Std. die 750 Hm zur Memminger Hütte. Kurze Pause und dann absolvieren die Athleten noch ein Schnellkrafttraining. Meine Schnellkraftdarbietungen sahen kläglich aus. Der Psychologe Jörg ist begeistert von der Zielsetzung dieser besondern Einheit.
Der zweite Tag: Knapp eine Stunde mit den Skyvern auf dem Rücken benötigen wir für die 350 Hm zur Seescharte. Den ersten Teil bis zur Oberloch tragen wir auch unsere Bergroller, dieser Teil ist uns noch etwas zu steil für unser Fahrkönnen. Der Winter hat seine Spuren hinterlassen, die Alpe Oberloch wurde von mehreren Lawinen an einem vermeintlichsicheren Platz nach vielen Jahren komplett zerstört. Nun geht es mit den Skyvern weiter. Wir kommen jetzt relativ gut auf den Singletrails zurecht und können bis auf wenige Passagen fahren. Dreckig und müde erreichen wir Zams. Anschließend Mittagspause und das Gepäck mit der Venetbahn hochschicken, danach geht es weiter. Zunächst etwas gemütlich, Ronny sagt im Grundlagenbereich und dann im Schweinsgalopp. Gerade mal zwei Stunden benötigen wir für die 1400 Hm zur Bergstation. Gepäck aufnehmen und nochmal 300 Hm zur Glanderspitze, 2512m und Wannjöchel. Bis zur Galflunalpe tragen wir noch die Skyver, bevor wir die schnelle Abfahrt über Forststraßen nach Wenns mit einem dicken Grinsen im Gesicht genießen. Peter, der Trainer wartet schon mit dem Begleitbus und bringt uns zur Gletscherstube auf 1900m. Spinatknödel für unsere Athleten sind das Geheimrezept von Dagmar; Da bekommt Ihr richtig Kraft für die Wildspitze.
Der dritte Tag: Um 6.00 Uhr ist Start für die kommenden 2000 Hm, die wir in ca. 4,5 Stunden erreichen. Zum ersten Mal mit Seil und Steigeisen unterwegs, sind die jungen Schweizer von der Gletscherbegehung begeistert. Am Gipfel des höchsten Berges von Tirol ist es noch kalt und der steile Grat hinunter verlangt Konzentration und Teamgeist. Schon bald ist das Mitterkarjoch erreicht und die nächste technische Herausforderung folgt: über einen leichten Klettersteig geht es hinab zum Gletscher, noch einmal die Steinschlaggefahr beachten und wir stehen sicher am Fuße des Gletschers.Die noch sehr großen Schneefelder bringen uns leichtfüßig zur Bresslauer Hütte, leider ist sie noch zu und die erhoffte Apfelschorle muss noch warten. Einheimische warten noch mit einer Hiobsbotschaft auf, der Sessellift nach Vent fährt auch noch nicht, also steigen wir noch die restlichen 400 Hm des insgesamt 2000 Hm Abstieg`s hinunter. Begeistert melden die Athleten ihrem Trainer, dass Sie ihren Bergführer heuteplatt gemacht haben. Insgesamt war die Truppe nur 7,5 Std. unterwegs, somit war nach einer guten Stunde Pause im Hotel ein Schnellkrafttraining der richtige Abschluss für diesen Tag. Die Schweizer Athleten wünschen sich einen guten Käse auf die Spaghetti, aber ofensichtlich sind wir noch im falschen Land, er sieht nämlich nicht nur aus wie Sägmehl, sondern schmeckt auch so.
Der vierte Tag: Der vorletzte Tag und das erreichen von Italien spornt die Truppe an. Nach nur 1,15 Std. und 500 Hm laufen wir auf der Martin Busch Hütte ein. Eine Apfelschorle und weiter geht es mit den Skyvern auf dem Rücken, ca. 12 - 15 Kg sind dann unsere Rucksäcke schwer. Trotzdem benötigen wir nur 1,20 Std. für den Aufstieg mit ebenfalls 500 Hm zur Similaunhütte auf 3019m. Steigeisen und Seil und los geht es bei traumhaftem Wetter zum Gipfel des Similaun, 3606m. „Wenn nur die jungen Athleten nicht immer so runter rennen würden, aber das Seil zieht unaufhörlich.“ Nach 2,10 Std. ist der Auf- und Abstieg mit jeweils 600 Hm geschafft, die Wirtin meint:„es wart`s doch no net am Gipfel so schnell, wie Ihr zurück seid.“ Doch das Gipfelfoto beweist es. Zum ersten Mal in meinem Bergführerdasein bin ich richtig müde. Spaghetti und Apfelschorle geben verlorene Kräfte zurück und mutig geht es schon nach 200 Hm mit den Skyvern auf einem traumhaften Trail ins italienische Schnalstal hinunter, wo der Peter schon auf uns wartet. Im Vinschgau erleben wir einen glücklichen, aber kurzen Abschlussabend. Lange vor dem Trainer und dem Bergführer gehen die Athleten ins Bett, die sind also doch auch etwas müde.
Am nächsten Morgen fährt Andreas, der Bergführer mit den Prototypen von Mountain Skyver mit einer „regulären“ Gruppe von Alpenüberquerern zurück nach Oberstdorf. Die Gäste sind zwei Tage vorher gestartet und staunen nicht schlecht über die Blasen des Bergführers und das stramme Programm. Peters Athleten ruhen sich noch nicht aus und joggen noch an diesem Morgen 800 Hm in 60 Min. Anschließend treten sie nach dieser außergwöhnlichen Trainingseinheit glücklich die Heimreise an.











